über die 05. öffentliche und nichtöffentliche Sitzung des Rates der Gemeinde Häuslingen am Dienstag, dem 03. Dezember 2002, um 19.30 Uhr, in Häuslingen – Gasthaus Meins –
Anwesend:
Bürgermeister
Cort-Brün Voige
- Vorsitzender -
Ratsherr
Frank Bartsch
Ratsherr
Jörn Dettmer
Ratsherr
Mathias Dettmer
Beigeordneter
Manfred Kunze
Ratsfrau
Maria Ahlgrimm
Beigeordneter
Gernot Boeck
Ratsfrau
Anneliese Deutsch
SG-BGM
Rainer Schmuck
- Verwaltungsvertreter -
Es
fehlte:
Ratsherr
Thomas Radtke
TOP 2.)
Genehmigung der Niederschrift über die Sitzung des Rates der Gemeinde
Häuslingen
am 05.09.2002 – öffentlicher Teil –
Ratsfrau Deutsch bemängelt, die Gründe warum sie der Beantragung der F-Plan-Änderung für den Bereich des Alten Dorfes nicht zugestimmt habe, seien nicht in das Protokoll aufgenom-men worden. Im Mai diesen Jahres bestand aufgrund des Vorschlages in einem Ratsgespräch von Matthias Dettmer fraktionsübergreifend Einigkeit darüber, den Bereich des Alten Dorfes unverändert zu lassen. Diese Einigkeit war für sie ausschlaggebend, der Beantragung einer geänderten Ausweisung im F-Plan für diesen Bereich nicht zuzustimmen.
Beschluss:
„Der Rat der Gemeinde Häuslingen beschließt:
Die Niederschrift über die Sitzung des Rates der Gemeinde Häuslingen am 05.09.2002 – öffentlicher Teil – wird genehmigt.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig zugestimmt
- Aufstellung einer neuen Richtlinie -
DS 040/2002
Als
freiwillige Leistung gewährt die Gemeinde Häuslingen Vereinen und Gruppen die in
Häuslingen aktiv sind, eine jährliche finanzielle Zuwendung.
In
Abstimmung mit den geförderten Vereinen und Gruppen wurde folgender Vorschlag
erarbeitet, der erstmals für das Haushaltsjahr 2003 zur Anwendung gelangen
soll:
1.
Über eine finanzielle
Förderung entscheidet der Gemeinderat. Die Vereine und Gruppen haben jeweils bis
zum 15. Januar des Jahres einen Antrag zu stellen, für das die Zuwen-dung
beantragt wird. Für die Beantragung der Zuwendung liegt ein Vordruck der
Gemeinde Häuslingen vor.
2.
Die Förderung wird mit einer
Zweckbindung versehen.
3.
Die Höhe der Förderung wird
jährlich im Rahmen der Haushaltsberatungen vom Gemeinderat im Rahmen der zur
Verfügung stehenden Haushaltsmittel festgelegt.
4.
Ein Anspruch auf Förderung
besteht nicht.
Beschluss:
„Der Rat der Gemeinde
Häuslingen beschließt:
die
Vereine in der Gemeinde Häuslingen zukünftig auf Grundlage der obigen Vorgaben
zu fördern.
Abstimmungsergebnis: 7 Ja-Stimmen
1 Nein-Stimme“
TOP 5.)
Benennung einer Straße im Wohngebiet „Eilstorfer Weg“, II.
Abschnitt
DS 043/2002
Für die
Benennung der neuen Baustraße im Wohngebiet „Eilstorfer Weg“ sind 2 Vorschläge
in die engere Wahl gezogen worden:
1.
Bürgermeister-Kuhr-Weg
2.
Im
Felde
Beigeordneter
Boeck erinnert daran, er habe vor ca. 2 Jahren beantragt, den Schulbruch nach
Bürgermeister Kuhr zu benennen. Diesem Vorschlag wurde seinerzeit nicht gefolgt,
weil beabsichtigt wurde, einer Straße im Neubaugebiet einen entsprechenden Namen
zu geben.
Ratsherr
Bartsch hält es für lobenswert, Bürgermeister Kuhr auf diese Art zu ehren. Er
fürch-tet aber, darin könne ein Affront gegen die anderen früheren Bürgermeister
der Gemeinde Häuslingen gesehen werden, die ebenfalls tadellos gearbeitet
haben.
Beschluss:
„Der Rat der Gemeinde
Häuslingen beschließt:
Die
neue Baustraße im Wohngebiet „Eilstorfer Weg“, Bebauungsplan Nr. 4, II.
Abschnitt, wird wie folgt benannt: „Im Felde“.
Abstimmungsergebnis: 7 Ja-Stimmen
1 Stimmenthaltung“
TOP 5.)
Ausbau des Gemeindeweges in Klein Häuslingen zwischen Karkheck und
Schneider
DS 047/2002
Beschluss:
„Der Rat der Gemeinde
Häuslingen beschließt, den Weg zwischen den Grundstücken Kark-heck und Schneider
in Klein Häuslingen auf einer Länge von ca. 120 m als Bitu-Straße herrichten zu
lassen. Die Arbeiten sollten im Zuge der Ausschreibung zusammen mit der Gemeinde
Böhme erfolgen.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig zugestimmt
TOP 6.)
Preisfestsetzung für Grüngut-Annahmestellen
hier: Antrag des Beigeordneten Gernot Boeck
DS 042/2002
Beigeordneter Boeck begründet seinen Antrag damit, für die Vereinsförderung, den Kinder-garten, den Schulbruch und andere Bereiche würden erhebliche Geldbeträge bereitgestellt. Ein Verzicht auf die Einnahmen von rd. 1.000 € aus der Grüngutsammlung käme allen Häuslinger Einwohnerinnen und Einwohnern zugute. Der Betrag ist unerheblich, sodass die Gemeinde darauf verzichten könnte. Die Grüngut-Annahmestelle wird überwiegend von Grundstückseigentümern genutzt. Dieser Personenkreis ist schon durch die Grundsteuer belastet. Durch den Verzicht auf die Gebührenerhebung könnte ihm ein Teil der Belastung abgenommen werden.
Ratsfrau Ahlgrimm wird den
Antrag unterstützen. Sie ist der Meinung, dass Leute, die das Laub auf der
Straße zusammenharken und damit das Ortsbild verbessern, nicht auch noch zu
Gebühren herangezogen werden sollten.
Beschluss:
„Der Rat der Gemeinde
Häuslingen beschließt:
Die Abgabe von Grüngut ist
für den Häuslinger Bürger kostenlos. Dieses ist eine Leistung, die die Gemeinde
Häuslingen ihren Bürgern zur Verfügung stellt.
Abstimmungsergebnis:
Mehrheitlich abgelehnt
2 Ja-Stimmen
5 Nein-Stimmen
1 Stimmenthaltung“
Beschluss:
„Der Rat der Gemeinde
Häuslingen beschließt:
Die derzeit gültige
Bepreisung wird beibehalten.
Abstimmungsergebnis:
Mehrheitlich zugestimmt
5 Ja-Stimmen
2 Nein-Stimmen
1 Stimmenthaltung“
Bürgermeister Voige stellt
fest, dass es damit bei der bisherigen Gebührenerhebung bleibt. Er regt an, vor
der Öffnung der Grüngut-Annahmestelle im nächsten Jahr die Preisgestaltung zu
überprüfen.
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7.1 |
Der Förderzeitraum für
die Dorferneuerung wurde bis Ende 2005 verlängert. Gleich-zeitig wurde das
Förderkontingent um rd. 175 T€ auf 405 T€ erhöht. Das Kontingent steht für
öffentliche und private Maßnahmen zur Verfügung. Bürgermeister Voige
fordert die Privaten ausdrücklich auf, die Fördermöglichkeiten der
Dorferneuerung in Anspruch zu nehmen. |
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7.2 |
Die Gemeinde
Häuslingen hat für den Ausbau von 2 Wirtschaftswegen Fördermittel im
Rahmen des Programms Pro Land beantragt. Fördermittel werden für 2003
nicht gewährt. Das Programm läuft noch bis einschl. 2006, so dass gute
Aussichten bestehen in den Folgejahren Fördermittel zu
erhalten. |
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7.3 |
Aus der Dorferneuerung
sind Mittel für die Aufstellung von Ortstafeln, die Auswei-sung eines
Rundwanderweges und die Aufstellung von Ruhebänken bewilligt worden. Die
Ausführung dieser Maßnahmen ist für 2003 vorgesehen. |
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7.4 |
Das Wartehäuschens in
Klein Häuslingen konnte bereits errichtet werden, da der vorzeitige
Maßnahmebeginn genehmigt wurde. Die noch ausstehenden Pflaster-,
Dachdecker- und Malerarbeiten werden kurzfristig
ausgeführt. Für die anderen
beabsichtigten Teilmaßnahmen Einmündung Schulstraße / L 159 und
Treppenaufgang mit Parkplätzen zum Friedhof steht eine Bewilligung noch
aus. |
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7.5 |
Von den durch die
Gemeinde Häuslingen beantragten Änderungen des F-Planes hat der Rat der
Samtgemeinde Rethem (Aller) zwei Teilflächen abgelehnt. Es handelt sich
dabei um die Flächen im Alten Dorf und den Bereich entlang der L 159 und
der Dorfstraße zwischen Bockelmann entlang der alten Schule bis zu
Fröhlich. |
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7.6 |
Die beantragte
Änderung am Friedhofsweg gegenüber dem Friedhof zur Ausweisung einer
Fläche als „Friedhofsfläche“ wurde vorerst zurückgestellt und an die
Ausschüsse zur weiteren Beratung zurück überwiesen. Es zeichnet sich ab,
dass dem Antrag der Gemeinde Häuslingen auch hier nicht gefolgt
wird. Bürgermeister Voige
ist dies unverständlich, da gleichzeitig erklärt wird, durch die von der
Gemeinde erworbene Fläche sei der Friedhofsstandort nunmehr langfristig
gesichert, da im Bedarfsfall auf diese Fläche als Erweiterungsfläche
zurückgegriffen werden könne. Konsequenterweise hätte die mögliche
Erweiterungsfläche im F-Plan auch so ausgewiesen werden
sollen. |
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7.7 |
Die Gemeinde
Häuslingen hat von der „Interessentengemeinschaft Hölle“ eine Fläche
erworben, um sie im Bedarfsfall der Samtgemeinde für eine
Friedhofserweiterung zu Verfügung stellen zu können. Dies war
Voraussetzung, um mit der konkreten Planung für die Kapelle beginnen zu
können. Der Friedhofsausschuss wird sich Anfang 2003 mit diesem Thema
auseinandersetzen. Bürgermeister Voige
rechnet mit der Umsetzung der Planung ab Ende 2003. |
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7.8 |
Bürgermeister Voige
macht deutlich, dass die Möglichkeit einer Friedhofserweiterung auf der
anderen Straßenseite von allen im Rat vertretenen Personen nicht gewünscht
wird. Sollte aber auf dem Friedhofsteil der politischen Gemeinde kein
Platz mehr vor-handen und andere Möglichkeiten der Bestattung nicht mehr
gegeben sein, dient diese Fläche als potentielle
Erweiterungsfläche. |
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7.9 |
Bürgermeister Voige
bedankt sich bei Ratsherrn Bartsch und SG-BGM Schmuck für das Engagement
und die Unterstützung: Dadurch konnte erreicht werden, dass die Kündigung
der Toto-Lotto-Annahmestelle im Kaufhaus Dreyer für zunächst ein Jahr
zurückgenommen wurde. |
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7.10 |
Aufgrund der
Beschlussfassung in der letzten Ratssitzung wurden die Anlieger des
Mühlenweges wegen der Gehwegbefestigung angesprochen. Von allen Anliegern
liegt inzwischen eine Rückmeldung vor. Fast alle sind bereit, die Arbeiten
in Eigenleistung durchzuführen. Ein Anlieger ist bereits
fertig. |
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7.11 |
Im Neubaugebiet ist im
1. Bauabschnitt der Endausbau der Straße abgeschlossen. Im 2. Bauabschnitt
ist die Straße bis auf die Beleuchung fertiggestellt. Im 1. Bauabschnitt
sind noch 3 gemeindeeigene Grundstücke, im 2. Bauabschnitt noch 7
gemeindeeigene Grundstücke verfügbar. Außerdem können noch 5 Grundstücke
der Kirchengemeinde Hettjershausen mit angeboten
werden. Die Pflanzmaßnahmen
und die Einrichtung des Kinderspielplatzes sind für 2003 vorgesehen. Alle
Anwohner wurden schriftlich auf einzuhaltende Bestimmungen hingewiesen,
wie Pflanzvorschriften aus dem B-Plan, Einhaltung der Grundflächenzahl von
0,25 und zur Straßenreinigung. Insbesondere die Anlage des Grünstreifens
auf den Grundstücken im hinteren Bereich des Baugebietes ist bisher noch
nicht erfolgt. |
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7.12 |
Die im September auf
dem Sportplatz durchgeführte Solarmesse sowie der Fachvortrag im Gasthaus
Meins waren ein Erfolg. Die Veranstaltungen waren gut besucht und haben
ein positives Presseecho gefunden. Das CO²-Minderungsprogramm regt auch
andere Kommunen zur Nachahmung an. Die Stadt Bad Fallingbostel wird das
Pro-gramm im Jahr 2003 fast deckungsgleich umsetzen. Für die Lokale
Aktionsgruppe im erweiterten Kooperationsraum Aller-Leine-Tal hat die
Gemeinde Häuslingen die Abwicklung für die Projektgruppe „Regenerative
Energien“ übernommen. Hier werden Kosten bis max. 5.000 € vorfinanziert
und anschließend in voller
Höhe durch Fördermittel und die 8 beteiligten Gemeinden und Samtgemeinden
ausgeglichen. |
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7.13 |
Von einigen Eltern
wurde nachgefragt, ob die Möglichkeit besteht, die Öffnungszeiten des
Kindergartens zu erweitern. Frau Ahlgrimm hat es übernommen, eine
Elternbe-fragung durchzuführen und Änderungsmöglichkeiten mit den
Kindergärtnerinnen zu besprechen. Bürgermeister Voige hofft, dass es zu
einer guten Lösung kommen wird. |
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7.14 |
Für den Neubau eines
Kindergartens sollen die Planungsunterlagen zur nächsten Sitzung des Rates
vorliegen. Ziel ist es, im Jahr 2003 die Planungen und das
Genehmigungsverfahren abzuschließen um dann mit der Umsetzung beginnen zu
können. |
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8.1 |
Beigeordneter Boeck
fragt nach dem Sachstand im Hinblick auf einen Ausbau des Schwarzen Weges.
Nach seiner Kenntnis brechen die Ränder des Weges weg, da er mit schwerem
Gerät befahren wird. Bürgermeister Voige
antwortet, aufgrund der Fördermöglichkeiten des Programms Pro Land hatte
die Gemeinde Häuslingen in Erwägung gezogen, den Melkerweg und den
Schwarzen Weg zu erneuern. Bei den durchgeführten Anliegerversammlungen
haben sich die Anlieger des Melkerweges für und die Anlieger des Schwarzen
Weges mehr-heitlich gegen einen Ausbau ausgesprochen. Die Gemeinde hat
gleichwohl für beide Maßnahmen Zuwendungsanträge gestellt. Eine
Bewilligung wird nicht vor 2004 aus-gesprochen werden. Mit einer
Bewilligung ist keine Verpflichtung für eine Ausbau verbunden. Wenn für
den Schwarzen Weg die Bewilligung vorliegt, kann die Gemein-de unter
Berücksichtigung des Anliegerwillens, der sich möglicherweise bis dahin
ändert, über einen Ausbau entscheiden. |
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8.2 |
Ratsherr Matthias
Dettmer fragt im Zusammenhang mit der Platzsituation auf dem Friedhof nach
den Regeln für die Ruhezeiten. Bürgermeister Voige
erklärt, die Ruhezeiten betragen 30 Jahre. Nicht für jede Be-stattung auf
dem Friedhofsteil der politischen Gemeinde werde einer der letzten
verfügbaren Plätze belegt werden, da einige Begräbnisse auch auf
Familiengrabstellen durchgeführt werden können. Die Platzsituation ist
aber dennoch angespannt. Die Gemeinde Häuslingen setzt auf Wachstum. Auch
für die zuziehenden Familien sollte wohnortnah eine Bestattungsmöglichkeit
geboten werden können. Es kann nicht sein, dass Häuslinger auf die
Friedhöfe Bosse oder Frankenfeld verwiesen
werden. |
Keine
Fragen.